Nephrologie - Medizinischen Versorgungszentrum St.-Johannes Dortmund

Leistungen - Nephrologie

So sorgt das MVZ St.-Johannes Nephrologie für Ihre Gesundheit.

Leistungen

Nierengesundheit bedeutet Lebensqualität. Schätzungen zu Folge weisen ca. 10% der Deutschen von der Norm abweichende Befunde an den Nieren auf, glücklicherweise entwickeln davon die meisten Menschen aber keine schwerwiegende chronische Erkrankung. Dennoch liegt bei hunderttausenden Personen in Deutschland eine fortgeschrittene chronische Nierenerkrankung vor. Diese ist jedoch häufig nicht bekannt und wird somit auch nicht behandelt. Nierenerkrankungen verursachen selten Frühsymptome, deshalb sollten Risikopersonen wie Patienten mit hohem Blutdruck oder Diabetes mellitus regelmäßig  untersucht werden.

Bei frühzeitiger Behandlung durch einen Nephrologen kann das Fortschreiten der Erkrankung günstig beeinflusst und häufig eine Dialyse vermieden werden. Die meisten Nierenerkrankungen führen von sich aus zu hohem Blutdruck, der wiederum die Nierenerkrankung schneller fortschreiten lässt. Wenn die Nierenfunktion nahezu erloschen ist, kann den Betroffenen durch verschiedene Dialyseverfahren, beispielsweise einer Blutwäsche oder einer Bauchfelldialyse, geholfen werden. Langfristig stellt aber für viele Menschen die Nierentransplantation die beste Lösung dar. In Deutschland bedürfen ca. 80.000 Personen einer Nierenersatztherapie (Dialyse), über 20.000 Personen  leben mit einer Spenderniere.

 

Nierenerkrankungen (akut/chronisch), Vorbereitung und Nachsorge NTXS

Akutes und chronisches Nierenversagen

Wenn die Nieren ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen können, entwickelt sich ein Nierenversagen. Diese Erkrankung kann plötzlich (akut) oder langsam fortschreitend (chronisch) auftreten.


Symptome
Patienten mit akutem Nierenversagen können häufig keinen oder nur wenig Urin ausscheiden, weil die Harnproduktion zum Erliegen kommt. Chronisches Nierenversagen verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Wird das Nierenversagen nicht behandelt, kann sich daraus eine bedrohliche Situation entwickeln, da lebenswichtige Abläufe im Körper empfindlich gestört sind.

Ursachen
Die Ursachen für akutes Nierenversagen lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  • Mangelnde Versorgung der Nieren mit Blut (zum Beispiel bei Herzkreislauferkrankungen, Schock und Flüssigkeitsverlusten)
  • Direkte Schädigung der Nieren (zum Beispiel durch Medikamente, Röntgenkontrastmittel oder Entzündungsprozesse)
  • Behinderungen des Harnabflusses (zum Beispiel Harnleitersteine, Vergrößerungen der Prostata, Tumore oder Blasenlähmungen)

Chronisches Nierenversagen entwickelt sich häufig als Folge eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), eines hohen Blutdrucks oder einer Herzmuskelschwäche, manchmal auch durch Nierenentzündungen oder Erbkrankheiten.


Diagnostik und Therapie
Beim Nierenversagen sind verschiedene diagnostische Maßnahmen nötig. Neben dem ärztlichen Gespräch, das häufig schon entscheidende Hinweise liefert, führen wir eine körperliche Untersuchung durch, nehmen dem Patienten Blut ab und kontrollieren seinen Urin. Außerdem schaut sich der Arzt die Nieren mittels Ultraschall an. Je nach Situation sind eventuell weitere Röntgenuntersuchungen oder die Entnahme einer Gewebeprobe aus einer Niere in örtlicher Betäubung erforderlich.


Die Behandlung eines chronischen Nierenversagens ist abhängig vom Stadium der Erkrankung, von den Ursachen und den Begleitkomplikationen. Da oft andere Krankheiten eine entscheidende Rolle spielen, ist es wichtig, sie ebenfalls zu therapieren.


In erster Linie setzen wir Medikamente ein. Zusätzlich beraten wir Betroffene in allen Fragen der Ernährung und besprechen mit Ihnen konkrete lebensstiländernde Maßnahmen. Kann dadurch die Erkrankung nicht aufgehalten werden, besteht die Möglichkeit einer Nierenersatztherapie, meistens  in Form einer Dialyse.

Bluthochdruck (Abklärung, Einstellung)

Unter dem Blutdruck verstehen wir im Allgemeinen die Kraft, die das Blut auf die Blutgefäße ausübt. In der Regel ist damit aber der Druck in den großen Arterien gemeint. Der systolische Druck (erster Wert der Blutdruckmessung) wird dabei durch die Auswurfkraft des Herzens erzeugt. Der diastolische Druck (zweiter Wert der Blutdruckmessung) entspricht dem Dauerdruck im arteriellen Gefäßsystem. Die Normalwerte des Blutdrucks liegen bei der Arztmessung für Erwachsene im Bereich 120/70 bis 140/90 mmHg. Werte darüber kennzeichnen eine mögliche Bluthochdruckerkrankung (arterielle Hypertonie).

Symptome
Bluthochdruck wird oft erst spät erkannt, da sich lange keine Beschwerden zeigen. Daher sollte der Blutdruck regelmäßig überprüft werden. Treten Symptome wie Nervosität, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Atemnot oder Brustschmerzen auf, sollten Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen.

Ursachen
Bluthochdruck wird meistens durch eine Summe verschiedener Ursachen hervorgerufen. Dazu zählen: familiäre Vererbung, Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel, hoher Alkoholkonsum, Rauchen und eine salzreiche Ernährung. Je mehr dieser Faktoren zusammentreffen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines hohen Blutdrucks. Gelegentlich verbergen sich hinter dem Hochdruck aber auch Nierenerkrankungen, hormonelle Störungen oder schlafbezogene Atemstörungen. Daher sollten bei jeder Erstdiagnose eines hohen Blutdruckes solche Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Diagnostik und Therapie
Verschiedene Blutdruckmessungen, Blut- und Urinuntersuchungen sowie eine detaillierte ärztliche Untersuchung gehören zu den standardmäßig durchgeführten Maßnahmen. Je nach Ergebnis dieser Basisuntersuchungen sind gegebenenfalls weitere Schritte erforderlich.

Sofern eine Ernährungsumstellung und eine gesündere Lebensweise die Blutdruckwerte nicht eindeutig verbessern, behandeln wir diese Erkrankung mit Medikamenten, sogenannten Blutdrucksenkern. Leiden die Betroffenen bereits unter Folgeschäden, ist eine umfassendere Therapie notwendig. Patienten mit Bluthochdruck benötigen zum Teil mehrere blutdrucksenkende Substanzen, da sich hierdurch die Wirkungen verstärken und die Nebenwirkungen abschwächen lassen.

Vorbereitung Dialyse

Wenn im Laufe einer chronischen Nierenerkrankung die Nierenleistung immer weiter abnimmt, ist es irgendwann erforderlich, den Betroffenen auf die Nierenersatztherapie vorzubereiten. Da Organspenden nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen und die wenigsten Patienten auf eine Lebenspende hoffen können, muss in einer solchen Situation eine Dialysebehandlung eingeleitet werden.

In einem umfassenden Gespräch wird der Patient und seine Angehörigen über die verschiedenen Dialysemöglichkeiten (Hämodialyse/Peritoenaldialyse) informiert. Gemeinsam wird dann besprochen, welches Verfahren für den Einzelnen in seiner jeweiligen Situation am besten geeignet ist.

In Zusammenarbeit mit dem St.-Johannes-Hospital wird dann entweder ein Katheter in die Bauchhöhle eingebracht oder ein Hämodialyseshunt am Arm angelegt.

Anschließend werden die weiteren Details der Dialysebehandlung organisiert.

Weitere interessante Hinweise zum Thema Dialyse finden Sie auf der Seite des DialyseZentrum des St.-Johannes-Hospitals.

Diagnose und Therapie

Sonographie / Nierenultraschall:
Die Sonographie ist ein diagnostisches Verfahren, welches in der inneren Medizin eingesetzt wird. Es wird zur Echtzeitdarstellung der Nieren eingesetzt, wodurch pathologische Prozesse der Nieren identifiziert werden sollen. Mit der Sonographie ist sowohl eine Größenbestimmung als auch eine genau anatomische Lokalisation der Nieren möglich.

ABDM / ABDSM:  (Verweis auf Labor24)
Die ambulante Blutdruck-Langzeitmessung über 24h ist ein Instrument zur Diagnostik und Behandlung der Hypertonie, wobei ca. 70 Messungen über 24 Stunden vorgenommen werden. Dadurch soll die Sicherheit bei der Bewertung des wahren Blutdruckniveaus steigen. Erfasst werden dabei:
-    durchschnittliche Blutdruckhöhe
-    Blutdruckschwankungen, Blutdruckvariabilität
-    Blutdruckanstiege
-    Fehlen oder Verminderung des normalen Blutdruckabfalls

Notfalllabor:
Im Notfalllabor werden Schnelltests, beispielsweise ein Urintest, gemacht, um eine beginnende Nierenschädigung früher als mit herkömmlichen Verfahren zu erkennen. Bei einem hohen Risiko für ein Nierenversagen kann rechtzeitig eine für die Niere schützende Therapie eingeleitet und damit mögliche Komplikationen vermieden werden.
(Link)

Was bringe ich zur Untersuchung mit?
  • Vorbefunde (Vorbriefe, Arztbriefe, Entlassungsbriefe)
  • Vollständige, aktuelle Medikamentenliste
  • Allergien-Liste, Vorerkrankungen
  • Versichertenkarte (bei gesetzlich Krankenversicherten) und Überweisung vom Hausarzt